Mit selbstzufriedenem Schulterklopfen haben die Stadtpräsidentin und die Sicherheitsvorsteherin heute die Weiterführung des seit fünf Jahren durchgeführten Projekts «Zürich schaut hin» verkündet. Echte Erfolge, wie damit sexuelle, sexistische, homo- und transfeindliche Belästigungen verhindert oder bekämpft worden sind, sind aber nicht vorzuweisen.
Stattdessen werden vermeintliche PR-Erfolge gefeiert, welche Studien belegen sollen: Rund ein Drittel der Stadtbevölkerung, d.h. über 100'000 Personen würden die Plattform «Zürich schaut hin» kennen, ein «Grossteil» der Befragten fänden «gut», dass es dieses Meldetool gebe. In der Realität hat die App im Jahr 2025 mit weniger als einer Meldung pro Tag offenbar praktisch keine Resonanz. Was die Meldungen bewirken würden, bleibt völlig im Dunkeln.
Statt aufwändiger PR-Kampagnen mit nutzlosen Melde-App soll die Stadt Zürich wirksamen Schutz gegen jegliche Form von Gewalt und Belästigung bieten. Das muss für die an der heutigen Medienkonferenz thematisierten Belästigungen genauso gelten wie beispielsweise für Gewalt und Drohungen gegenüber der jüdischen Bevölkerung oder gewalttätigen Demonstrationen, von denen die Stadt Zürich heimgesucht wird.
Wirksame Mittel dagegen sind nicht themenspezifische Melde-Apps, sondern Zivilcourage, entschlossenes polizeiliches Handeln mit den hierfür notwendigen Ressourcen und konsequentes strafrechtliches Vorgehen. Dafür setzt sich die FDP ein, aktuell auch mit der Petition «Schluss mit Gewalt und Chaos».